Die Wegwerfgesellschaft kostet uns Milliarden
Deutsche Haushalte geben jährlich im Schnitt 900 Euro für den Ersatz defekter Geräte und Gegenstände aus, die oft repariert werden könnten. Dabei ist Reparieren nicht nur günstiger, sondern auch deutlich nachhaltiger.
Was lohnt sich zu reparieren?
Kleidung
- Knöpfe annähen, Reißverschlüsse tauschen – kostet beim Schneider 5-15 Euro
- Löcher stopfen oder kreativ flicken
- Eine gute Jeans kann mit einer Reparatur für 10 Euro noch jahrelang halten
Elektronik
- Smartphone-Display: Selbst reparieren ab 30 Euro (statt 300 Euro Neugerät)
- Laptop-Akku: Tausch für 40-60 Euro verlängert die Lebensdauer um Jahre
- Viele Ersatzteile gibt es günstig bei iFixit oder Amazon
Haushaltsgeräte
- Waschmaschinen, Spülmaschinen und Trockner lassen sich oft reparieren
- Häufige Defekte: Pumpe, Thermostat, Türdichtung
- Kosten: 50-150 Euro für die Reparatur vs. 500+ Euro für ein Neugerät
Spartipp: YouTube ist Ihre beste Werkstatt. Für fast jedes Gerät finden Sie dort kostenlose Reparaturanleitungen.
Repair Cafés: Kostenlose Hilfe vor Ort
In ganz Deutschland gibt es über 1.000 Repair Cafés, in denen ehrenamtliche Helfer kostenlos bei Reparaturen unterstützen. Sie bringen den defekten Gegenstand mit, und gemeinsam wird repariert.
- Auf repaircafe.org finden Sie Standorte in Ihrer Nähe
- Besonders gut für: Elektronik, Textilien, Möbel, Fahrräder
Das Recht auf Reparatur
Seit 2024 stärkt die EU das Recht auf Reparatur. Hersteller müssen Ersatzteile länger verfügbar halten, Reparaturanleitungen bereitstellen und Geräte reparierbar konstruieren.
So viel können Sie sparen
Wer bei drei bis vier Gegenständen pro Jahr auf Reparatur statt Neukauf setzt, spart schnell 300 bis 500 Euro jährlich.
Fazit: Bevor Sie etwas wegwerfen, fragen Sie sich: Kann das repariert werden? Meistens lautet die Antwort: Ja!