Verschenken Sie kein Geld an das Finanzamt
Jedes Jahr lassen Millionen Deutsche Geld auf dem Tisch liegen, weil sie ihre Steuerfreibeträge nicht ausschöpfen. Im Durchschnitt bekommt man bei der Steuererklärung 1.095 Euro zurück – viele sogar deutlich mehr.
Die wichtigsten Freibeträge 2025/2026
Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag liegt bei 11.784 Euro (2025). Bis zu diesem Betrag zahlen Sie keine Einkommensteuer. Für Ehepaare verdoppelt sich dieser Betrag.
Sparerpauschbetrag
Kapitalerträge bis 1.000 Euro (Singles) bzw. 2.000 Euro (Paare) bleiben steuerfrei. Richten Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag ein, sonst wird die Steuer automatisch abgezogen.
Tipp: Verteilen Sie Ihren Freistellungsauftrag auf alle Banken und Depots, bei denen Sie Zinsen oder Dividenden erhalten.
Werbungskostenpauschale
Jeder Arbeitnehmer erhält automatisch eine Pauschale von 1.230 Euro. Sind Ihre tatsächlichen Werbungskosten höher, lohnt sich das Aufschlüsseln:
- Pendlerpauschale: 30 Cent pro Kilometer einfache Strecke (ab dem 21. km: 38 Cent)
- Homeoffice-Pauschale: 6 Euro pro Tag, maximal 1.260 Euro
- Arbeitsmittel: Laptop, Schreibtisch, Fachliteratur
- Fortbildungskosten: Kurse, Seminare, Fachliteratur
Sonderausgaben
- Vorsorgeaufwendungen: Kranken- und Pflegeversicherung, Altersvorsorge
- Spenden: Bis 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte
- Kirchensteuer: Vollständig absetzbar
Lohnsteuerfreibetrag eintragen lassen
Wenn Sie regelmäßig hohe Werbungskosten haben, können Sie beim Finanzamt einen Lohnsteuerfreibetrag eintragen lassen. Das Ergebnis: Mehr Netto vom Brutto – jeden Monat.
Häufige Fehler vermeiden
- Keine Steuererklärung abgeben: Auch freiwillig lohnt es sich fast immer
- Belege nicht sammeln: Digitalisieren Sie Belege direkt per App
- Fristen verpassen: Abgabe bis 31. Juli des Folgejahres (mit Steuerberater: Ende Februar)
Fazit
Steuerfreibeträge sind geschenktes Geld – Sie müssen es nur abholen. Eine Steuererklärung dauert mit moderner Software nur 1 bis 2 Stunden.