Frühzeitig vorsorgen zahlt sich aus
Wer ab der Geburt seines Kindes 50 Euro monatlich anlegt, hat nach 18 Jahren bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent rund 21.000 Euro angespart – bei nur 10.800 Euro eigenen Einzahlungen. Der Zinseszinseffekt macht den Unterschied.
Die besten Anlageformen im Vergleich
1. ETF-Sparplan (Empfehlung)
- Rendite: Durchschnittlich 7-8% pro Jahr (historisch)
- Risiko: Kursschwankungen, aber bei langem Anlagehorizont sehr sicher
- Flexibilität: Jederzeit anpassbar oder kündbar
- Kosten: Sehr gering (0,1-0,5% pro Jahr)
Spartipp: Ein breit gestreuter Welt-ETF wie der MSCI World ist für Kindersparpläne ideal. Bei 18 Jahren Laufzeit können Sie Marktschwankungen gelassen aussitzen.
2. Kinderkonto / Juniordepot
- Viele Banken bieten kostenlose Depots für Minderjährige
- Vorteil: Das Kind hat einen eigenen Sparerfreibetrag von 1.000 Euro
- Nachteil: Bei hohen Summen kann es Auswirkungen auf BAföG haben
3. Tagesgeld und Festgeld
- Rendite: Aktuell 2-3% pro Jahr
- Risiko: Praktisch keines (Einlagensicherung)
- Ideal für: Kurzfristigere Sparziele oder als sicherer Baustein
4. Sparbuch (nicht empfohlen)
- Rendite: Oft unter 0,5%
- Nachteil: Verliert real an Kaufkraft durch Inflation
- Nur noch aus nostalgischen Gründen beliebt
5. Ausbildungsversicherung (eher nicht empfohlen)
- Rendite: Meist unter 2% nach Kosten
- Nachteil: Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten
- Unflexibel und oft an lange Laufzeiten gebunden
Staatliche Förderungen nutzen
- Kindergeld: 250 Euro monatlich – einen Teil davon direkt anlegen
- Vermögenswirksame Leistungen: Bis zu 40 Euro monatlich vom Arbeitgeber
Auf wessen Namen anlegen?
Es gibt zwei Möglichkeiten:
- Auf den Namen des Kindes: Eigener Sparerfreibetrag, aber mögliche BAföG-Auswirkungen
- Auf den Namen der Eltern: Volle Kontrolle, kein BAföG-Risiko, aber kein eigener Freibetrag
Fazit: Für langfristiges Sparen führt kaum ein Weg am ETF-Sparplan vorbei. Starten Sie früh – der Zinseszins ist der beste Freund Ihrer Kinder.