Die Qual der Wahl: Tagesgeld oder Festgeld?
Wer sein Erspartes sicher anlegen möchte, steht oft vor der Frage: Tagesgeld oder Festgeld? Beide Anlageformen sind durch die Einlagensicherung bis 100.000 Euro geschützt, unterscheiden sich aber in wichtigen Punkten.
Tagesgeld: Flexibel, aber weniger Zinsen
Vorteile:
- Geld ist jederzeit verfügbar
- Keine Kündigungsfrist
- Ideal für den Notgroschen
- Zinsen passen sich dem Markt an
Nachteile:
- Zinssatz kann jederzeit sinken
- Oft niedrigere Zinsen als Festgeld
Aktuell (2026): Die besten Tagesgeldkonten bieten zwischen 2,0 und 3,0 Prozent Zinsen pro Jahr.
Festgeld: Höhere Zinsen, weniger Flexibilität
Vorteile:
- Garantierter Zinssatz für die gesamte Laufzeit
- Meist höhere Zinsen als Tagesgeld
- Planungssicherheit
Nachteile:
- Geld ist für die Laufzeit nicht verfügbar
- Vorzeitige Kündigung oft nicht möglich
- Laufzeiten von 3 Monaten bis 10 Jahren
Aktuell (2026): Festgeld bietet je nach Laufzeit zwischen 2,5 und 3,5 Prozent pro Jahr.
Die clevere Strategie: Die Treppenstrategie
Teilen Sie Ihr Erspartes auf:
- Notgroschen (3-6 Monatsgehälter) auf dem Tagesgeldkonto
- Kurzfristiges Festgeld (6-12 Monate) für mittelfristige Ziele
- Langfristiges Festgeld (2-3 Jahre) für die höchsten Zinsen
So kombinieren Sie Flexibilität mit maximaler Rendite.
Rechenbeispiel
Bei 10.000 Euro Anlagesumme:
- Tagesgeld (2,5%): 250 Euro Zinsen pro Jahr
- Festgeld 1 Jahr (3,0%): 300 Euro Zinsen pro Jahr
- Festgeld 3 Jahre (3,5%): 350 Euro Zinsen pro Jahr
Worauf Sie achten sollten
- Einlagensicherung prüfen (EU-weit 100.000 Euro)
- Neukundenangebote nutzen, aber auf die Konditionen danach achten
- Zinseszins beachten: Werden Zinsen monatlich oder jährlich gutgeschrieben?
Fazit: Die beste Strategie ist eine Kombination aus Tagesgeld für die Flexibilität und Festgeld für die Rendite.