Die Rentenlücke - ein unterschaetztes Problem
Die gesetzliche Rente wird für die meisten Deutschen nicht ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Experten sprechen von einer durchschnittlichen Rentenlücke von 700-1.200 Euro pro Monat.
Was ist die Rentenlücke?
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen Ihrem letzten Nettoeinkommen und der zu erwartenden gesetzlichen Rente. Als Faustregel gilt: Sie benötigen im Alter etwa 80% Ihres letzten Nettoeinkommens.
Bei einem Nettoeinkommen von 2.500 Euro benötigen Sie ca. 2.000 Euro im Alter. Die durchschnittliche gesetzliche Rente liegt jedoch nur bei etwa 1.100 Euro.
So berechnen Sie Ihre Rentenlücke
Schritt 1: Rentenbedarf ermitteln
- Aktuelles Nettoeinkommen x 0,8 = Ihr Bedarf im Alter
Schritt 2: Gesetzliche Rente prüfen
- Schauen Sie in Ihre jährliche Renteninformation
- Online: Deutsche Rentenversicherung Portal
Schritt 3: Luecke berechnen
- Bedarf minus gesetzliche Rente = Ihre Rentenlücke
Rechenbeispiel
| Aktuelles Netto | Bedarf (80%) | Gesetzl. Rente | Luecke |
|---|---|---|---|
| 2.000 Euro | 1.600 Euro | 900 Euro | 700 Euro |
| 2.500 Euro | 2.000 Euro | 1.100 Euro | 900 Euro |
| 3.000 Euro | 2.400 Euro | 1.300 Euro | 1.100 Euro |
| 4.000 Euro | 3.200 Euro | 1.600 Euro | 1.600 Euro |
Wie Sie die Luecke schliessen
- ETF-Sparplan: Bereits 200 Euro monatlich über 30 Jahre ergeben bei 7% Rendite rund 240.000 Euro
- Betriebliche Altersvorsorge: Vom Bruttoeinkommen einzahlen spart Steuern
- Riester oder Rürup: Staatliche Förderung mitnehmen, wenn es sich lohnt
- Immobilie: Mietfreies Wohnen im Alter senkt den Bedarf erheblich
Frueh anfangen lohnt sich
Wer mit 25 statt mit 35 Jahren beginnt, muss monatlich deutlich weniger zurücklegen. Der Zinseszinseffekt macht den Unterschied. Starten Sie noch heute mit der Planung!