Warum ein Girokonto-Wechsel bares Geld spart
Viele Deutsche zahlen noch immer Kontoführungsgebühren — teilweise 5 bis 10 Euro pro Monat. Das sind bis zu 120 Euro im Jahr, die Sie sich sparen können. Denn zahlreiche Banken bieten inzwischen kostenlose Girokonten mit attraktiven Konditionen an.
Ein Kontowechsel ist dabei einfacher als je zuvor: Seit 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet, Ihnen beim Wechsel zu helfen. Der sogenannte Kontowechselservice übernimmt fast alles automatisch.
Die besten kostenlosen Girokonten 2026
Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
- Kontoführungsgebühren: Wirklich kostenlos, oder nur bei Mindestgeldeingang?
- Kartengebühren: Ist die Girocard (EC-Karte) inklusive? Was kostet eine Kreditkarte?
- Geldautomaten: An wie vielen Automaten können Sie kostenlos Bargeld abheben?
- Dispozinsen: Wie hoch sind die Überziehungszinsen?
- Online-Banking: Ist eine moderne App mit Push-Benachrichtigungen verfügbar?
Direktbanken vs. Filialbanken
Direktbanken wie ING, DKB oder Comdirect bieten fast immer kostenlose Kontomodelle an. Der Verzicht auf Filialen macht es möglich. Dafür erledigen Sie alles bequem per App oder am Computer.
Filialbanken wie Sparkassen oder Volksbanken punkten mit persönlicher Beratung, verlangen aber meistens Gebühren zwischen 3 und 15 Euro monatlich.
Tipp: Wenn Sie nur selten eine Filiale besuchen, lohnt sich der Wechsel zu einer Direktbank fast immer. Sie sparen nicht nur Gebühren, sondern profitieren oft auch von besseren Konditionen.
Der Kontowechsel Schritt für Schritt
1. Neues Konto eröffnen
Eröffnen Sie zunächst das neue Konto online. Die Legitimation erfolgt per VideoIdent oder PostIdent — beides dauert nur wenige Minuten. In der Regel ist das Konto innerhalb von 3 bis 5 Werktagen nutzbar.
2. Kontowechselservice nutzen
Fast alle Banken bieten den gesetzlichen Kontowechselservice an. Dabei werden automatisch:
- Alle Daueraufträge zum neuen Konto übertragen
- Ihre Zahlungspartner über die neue Bankverbindung informiert (Arbeitgeber, Vermieter, Versicherungen etc.)
- Lastschriftmandate umgestellt
3. Übergangsphase beachten
Lassen Sie das alte Konto noch 2 bis 3 Monate parallel laufen. So stellen Sie sicher, dass alle Zahlungspartner die neue IBAN gespeichert haben. Richten Sie auf dem alten Konto einen Nachsendeauftrag ein, falls Ihre Bank das anbietet.
4. Altes Konto kündigen
Kündigen Sie das alte Konto schriftlich. Achten Sie darauf, dass das Konto auf null Euro steht und alle Daueraufträge gelöscht sind.
Häufige Fehler beim Kontowechsel
- Zu schnell kündigen: Warten Sie mindestens 8 Wochen, bevor Sie das alte Konto schließen
- Zahlungspartner vergessen: Prüfen Sie die Kontoauszüge der letzten 12 Monate auf alle regelmäßigen Zahlungen
- Kreditkarte nicht berücksichtigen: Ist die Kreditkarte ans alte Konto gekoppelt, müssen Sie sie ebenfalls umstellen
- Bargeld-Verfügbarkeit ignorieren: Prüfen Sie, wo Sie mit dem neuen Konto kostenlos Geld abheben können
Sonderfall: Gehaltskonto
Manche kostenlosen Konten setzen einen monatlichen Geldeingang voraus — oft 700 bis 1.000 Euro. Wenn Ihr Gehalt regelmäßig eingeht, ist das kein Problem. Für Studenten, Auszubildende oder Rentner gibt es meist spezielle Kontomodelle ohne Mindesteingang.
Kosten im Vergleich: Was Sie wirklich sparen
| Kontoart | Monatliche Kosten | Jahreskosten |
|---|---|---|
| Sparkasse Standardkonto | 5–10 € | 60–120 € |
| Volksbank Standardkonto | 4–8 € | 48–96 € |
| Direktbank (kostenlos) | 0 € | 0 € |
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Fazit
Ein Girokonto-Wechsel ist dank des gesetzlichen Kontowechselservices einfach und unkompliziert. Wer von einer teuren Filialbank zu einer kostenlosen Direktbank wechselt, spart problemlos 60 bis 120 Euro im Jahr — ohne auf wichtige Leistungen verzichten zu müssen. Nehmen Sie sich eine Stunde Zeit, vergleichen Sie die Angebote und profitieren Sie dauerhaft.