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Eigenmarken vs. Markenprodukte: Der große Vergleich

Redaktionsteam

2 Min. Lesezeit

Ist die teure Marke wirklich besser?

Deutsche Verbraucher geben jedes Jahr Milliarden Euro mehr aus, als sie müssten – nur weil sie zu Markenprodukten greifen. Dabei steckt hinter vielen Eigenmarken derselbe Hersteller. Wir decken auf.

Gleicher Inhalt, anderer Name

Viele Eigenmarken werden von den gleichen Herstellern produziert wie die Markenprodukte:

  • Ja! Milch (REWE) wird häufig von denselben Molkereien abgefüllt wie Marken-Milch
  • Gut und Günstig Nudeln (EDEKA) kommen oft aus derselben Fabrik wie bekannte Marken
  • Balea (dm) schneidet in Tests regelmäßig so gut ab wie teure Marken-Kosmetik

Spartipp: Schauen Sie auf die Herstelleradresse auf der Verpackung. Oft erkennen Sie dort den bekannten Markenhersteller.

Preisunterschiede: So viel können Sie sparen

Beispielrechnung für einen Wocheneinkauf

  • Butter: Eigenmarke 1,79 Euro vs. Kerrygold 2,99 Euro – Ersparnis: 40%
  • Müsli: Eigenmarke 1,49 Euro vs. Kölln 3,29 Euro – Ersparnis: 55%
  • Waschmittel: Eigenmarke 3,49 Euro vs. Persil 7,99 Euro – Ersparnis: 56%
  • Zahnpasta: Eigenmarke 0,65 Euro vs. Colgate 2,49 Euro – Ersparnis: 74%
  • Joghurt: Eigenmarke 0,29 Euro vs. Weihenstephan 0,69 Euro – Ersparnis: 58%

Bei einem kompletten Wocheneinkauf macht der Umstieg auf Eigenmarken 15 bis 25 Euro Unterschied – das sind 780 bis 1.300 Euro pro Jahr!

Was sagen die Tests?

Stiftung Warentest und Öko-Test bestätigen regelmäßig:

  • In 75% der Fälle schneiden Eigenmarken genauso gut oder besser ab als Markenprodukte
  • Besonders bei Grundnahrungsmitteln gibt es kaum Qualitätsunterschiede
  • Bei Kosmetik und Reinigungsmitteln sind Eigenmarken oft identisch

Wo lohnt sich die Marke?

Es gibt Ausnahmen, bei denen Markenprodukte einen echten Mehrwert bieten:

  • Spezielle Diätprodukte (glutenfrei, laktosefrei)
  • Hochwertige Gewürze und Öle
  • Bestimmte Elektronikprodukte mit besserer Garantie

Schrittweise umsteigen

  1. Starten Sie mit einem Eigenmarkenprodukt pro Woche
  2. Vergleichen Sie die Zutatenliste – oft identisch
  3. Machen Sie einen Blindtest mit der Familie
  4. Behalten Sie Eigenmarken bei, die überzeugen

Fazit: Der Griff zur Eigenmarke ist einer der einfachsten Spartipps überhaupt. Sie sparen bis zu 50% ohne Qualitätsverlust.

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