Wärmepumpe: Alle reden darüber – aber lohnt sie sich?
Die Wärmepumpe gilt als Heizung der Zukunft. Doch mit Anschaffungskosten von 15.000 bis 30.000 Euro ist sie nicht günstig. Wir rechnen ehrlich vor, wann sich der Umstieg lohnt.
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme (Luft, Erde oder Grundwasser) und gibt sie an das Heizsystem ab. Sie funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank – nur effizienter.
Aus einer Kilowattstunde Strom macht eine gute Wärmepumpe 3 bis 5 Kilowattstunden Wärme. Das ist bis zu fünfmal effizienter als eine Gasheizung.
Kostenvergleich: Wärmepumpe vs. Gasheizung
| Gasheizung | Wärmepumpe | |
|---|---|---|
| Anschaffung | 8.000 Euro | 20.000 Euro |
| Förderung | Keine | Bis zu 70% (max. 21.000 Euro) |
| Kosten nach Förderung | 8.000 Euro | 6.000 bis 12.000 Euro |
| Jährliche Heizkosten | 2.400 Euro | 1.200 Euro |
| CO2-Steuer (steigend) | 300 Euro+ | 0 Euro |
Staatliche Förderung nutzen
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bietet großzügige Zuschüsse:
- Grundförderung: 30 Prozent der Kosten
- Klimageschwindigkeitsbonus: Zusätzliche 20 Prozent beim Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung
- Einkommensbonus: Weitere 30 Prozent bei einem Haushaltseinkommen unter 40.000 Euro
- Maximal: 70 Prozent Förderung (gedeckelt auf 30.000 Euro Investitionskosten)
Wann lohnt sich die Wärmepumpe?
Ideal geeignet:
- Neubauten mit Fußbodenheizung
- Gut gedämmte Bestandsgebäude
- Häuser mit Photovoltaik (Eigenstrom senkt Heizkosten weiter)
Weniger geeignet:
- Schlecht gedämmte Altbauten ohne Fußbodenheizung
- Sehr kleine Grundstücke (Erdwärmepumpe braucht Platz)
- Wenn ein Gasanschluss vorhanden und die Heizung noch jung ist
Fazit
Dank Förderung ist die Wärmepumpe oft günstiger als gedacht. Lassen Sie sich individuell beraten und prüfen Sie Ihren Förderanspruch.
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